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6. Spieltag Oberliga
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Dieter
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 09.09.11
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Hit in Cloppenburg: Biene will ein guter Gegner sein

Emsländer müssen Abwehr umstellen

um Lingen-Biene. Wer hätte das vor der Saison gedacht? Das absolute Spitzenspiel am sechsten Spieltag der Oberliga Niedersachsen findet mit Beteiligung des SV Holthausen/Biene statt! Der Aufsteiger tritt am heutigen Freitag um 19.30 Uhr als Tabellenführer beim Zweiten BV Cloppenburg an. Im Duell der einzig ungeschlagenen Mannschaften der Liga ist die mit Abstand torgefährlichste Angriffsreihe (22) Gast der an Gegentoren (4 – wie BSV Rehden) gemessen stärksten Abwehr.

„Das ist der Stand der Dinge“, stellte Bienes Trainer Alo Weusthof fest. „Wir stehen überraschend oben, den BVC hat man dort erwartet.“ Beide Kontrahenten sorgten für positive Schlagzeilen, gelten als zweikampf- und spielstark gleichermaßen. Sie präsentieren ihren Zuschauern „Hochgeschwindigkeitsfußball“. Das macht Appetit auf die Partie in der Arena Oldenburger Münsterland an der Friesoyther Straße.

Dass die Emsländer so gut dastehen, ist kein Zufall. „Wir haben uns alles hart erarbeitet.“ Dafür steht Weusthof mit seinem Namen. Sein Team profitiert vom guten Vorlauf der vergangenen Saison genauso wie von den Neuzugängen, die der Trainer als Bereicherung empfindet. „Sie passen sportlich und auch als Typen.“ Das spürt man auf dem Platz. Die Fußballer haben sich gut entwickelt. „Und bei eigentlich allen ist noch mehr möglich“, weiß Weusthof. Dennoch ist er realistisch. „Wir müssen gewappnet sein, dass es auch anders laufen kann“, heißt das erste Ziel in der neuen Liga natürlich Klassenerhalt.

Die Biener haben schon beeindruckt gegen Topteams wie Goslar, Osnabrück II oder Nordhorn. Ausgerechnet beim Hit in Cloppenburg gibt es Personalsorgen: Neben Stürmer David Brink, der sich endlich wieder ohne Gips bewegen kann, fallen die Abwehrspieler Malte Weusthof und Elmar Bruns wohl aus. Hinter dem Einsatz von Robin Loepke steht ein Fragezeichen. Der Trainer muss also umstellen in der Defensive. Felix Fuchs, André Hilling oder Abudi El-Khalil sind Alternativen.

Den Gegner kennt Weusthof nicht nur aus seiner Zeit als BVC-Sportdirektor (08/09), als er dazu beitrug, dass der Club in die Regionalliga aufstieg. Damals war Jörg-Uwe Klütz schon Trainer. Weusthof hat die Mannschaft mit dem starken Ex-Meppener Christian Willen beobachtet. „In allen Mannschaftsteilen stark“, lautet das Urteil. Und der Biener verspricht: „Wir wollen ein guter Gegner sein.“

Quelle: Meppener Tagespost  




 
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 10.09.11
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Arning unheimlich effektiv: Biene jetzt ganz allein oben

2:0-Erfolg in Cloppenburg in einem schnellen Spiel


Zufrieden mit dem Biener 2:0-Erfolg im flottenSpitzenspiel beim BV Cloppenburg; TrainerAlfons Weusthof.

Cloppenburg. Der SV Holthausen/Biene mischt die Oberliga auf. Der Tabellenführer setzte sich weiter ab, weil er gestern Abend im Spitzenspiel beim Zweiten BV Cloppenburg 2:0 (0:0) gewann.

Damit blieben die Emsländer zwar unter ihrer „üblichen“ Torquote, doch der Dreier war ihnen nicht zu nehmen. Auch dank des effektivsten Angreifers der Liga. Josef Arning, der in den letzten beiden Begegnungen nach seiner Einwechslung jeweils doppelt getroffen hatte, schoss gestern mit tollem Volley das 1:0 (75.) und bereitete per Freistoß das 2:0 durch Dennis Brode vor (90.). Unmittelbar vor dem 2:0 hatte Rogier Krohne die Rote Karte gesehen - wie Minuten zuvor Paul Kosenkow.

Die Emsländer belohnten sich im Gipfeltreffen selbst, weil sie jederzeit mutig nach vorn spielten und kein Versteckspiel planten. Sie hielten gegen, machten die Räume eng. Dabei musste Trainer Alo Weusthof in der Abwehr weiter umstellen. Felix Fuchs kam für den verletzten Elmar Bruns. Im Sturmzentrum übernahm Uli Manemann den Platz von Dennis Brode.

Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Dabei wirkten die Gastgeber bei den Zweikämpfen ein wenig robuster als die Emsländer, die sich schon nach einer Viertelstunde Respekt verschafft hatten, weil sie das schnelle Spiel des BVC in die Spitze zumeist unterbanden, auch wenn der pfeilschnelle Kosenkow Torben Rattelsdorfer zunächst Probleme bereitete.
Im schnellen, intensiven und unterhaltsamen Spiel unterliefen beiden Mannschaft im Aufbau etliche Flüchtigkeitsfehler. Nach Chancen hatte der BVC zur Pause leichte Vorteile (3:2). Allerdings hatte Cloppenburgs Keeper Siegfried John beim Freistoß von Sascha Wald Mühe (30.), dafür parierte er gegen den überhastet schießenden André Beyer (38.).

Nach dem Wechsel erhöhte Cloppenburg den Druck. Rattelsdorfer rettete beim Schuss von Gerrit Thomes auf der Torlinie. Allerdings setzten sie Biener immer wieder schmerzhafte Nadelstiche.

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Bienern nicht. Am Dienstag um 18.30 Uhr erwarten sie arbeitslose Profis, die sich im Training beim Vereinigung der Vertragsfußballer fit halten.

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BV Cloppenburg - Biene  0:2 (0:0)

BV Cloppenburg: John - Baal, Willen, Nennhuber, Zimmermann - Thomes (82. Vaughan), Westerveld (76. Eilers) - Kosenkow, Wangler - Assinouko (77. Kaiser), Krohne

SV Holthausen/Biene: Gottwald - Loepke, Härtel, Fuchs, Rattelsdorfer - Hofschröer, Thüroff - Beyer, (68. Arning), Menke (84. Hil  ling), Wald - Manemann (61. Brode)

Rot: Kosenkow (87., Tätlichkeit an Rattelsdorfer), Krohne (89., Foul an Arning)

Gelb: Zimmermann, Nennhuber, Krohne / Höfschröer, Fuchs

Zuschauer:  1600.

Schiedsrichter:  Patrick Brandt (Rastede).

Tore:  0:1 Josef Arning (75.) mit Volleyschuss vom langen Pfosten ins kurze Eck nach langer Hereingabe von rechts.  0:2 Dennis Brode (90.) mit Abstauber nach Arning-Freistoß.

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Blickrichtung Emden

Eintracht-Fußballer erwarten am Sonntag Tabellennachbarn

Die Nordhorner Oberliga-Fußballer streben im morgigen Heimspiel (15 Uhr) nach dem vierten Saisonsieg. Außenverteidiger Hakan Demirel wird Eintracht nach seinem Platzverweis in Biene nur im Vergleich mit den Ostfriesen fehlen.

ml Nordhorn. Fußball-Oberligist Eintracht Nordhorn richtet den Blick auf die morgige Partie um 15 Uhr im Stadion am Heideweg gegen Kickers Emden. Die 0:6-Niederlage im Derby beim SV Holthausen-Biene hat Trainer Shefqet Lajci zu Beginn der Woche noch einmal intensiv aufgearbeitet – und damit auch abgehakt. „Wir haben es deutlich besprochen, Namen und Fehler benannt“, sagt der Fußball-Lehrer, der auch mit Viktor Braininger ein klärendes Gespräch hatte. Im Eifer des Gefechtes waren der Coach und der hoch veranlagte Offensivspieler in Biene etwas aneinader geraten – Vergangenheit. „Wir haben das Thema besprochen, es ist alles erledigt“, sagt Lajci.

Für Hakan Demirel, der wegen eines angeblichen Handspiels auf der Linie im Derby des Platzes verwiesen wurde, ist das Spiel in Biene noch nicht abgehakt, denn der Außenverteidiger muss im morgigen Spiel gegen Emden pausieren. Mehr aber auch nicht, danach ist die aus der Roten Karte resultierende Sperre abgelaufen. Wie der Coach die linke Abwehrseite besetzen wird, darüber war sich Lajci gestern noch nicht im Klaren. Mögliche Kandidaten für die Startelf sind Maxim Zizer und Leo Homann, wobei beide wohl eher auf der rechten Seite auflaufen würden, Granit Curri könnte dann auf die gegenüberliegende Seite wechseln.

Nils Höting steht morgen nach seiner Verletzung wieder im Kader. Kevin Thiel ist dagegen noch kein Thema. Aber: Der Defensivallrounder hat nun endlich Klarheit, woher die Schmerzen am Fußgelenk rühren. Thiel war bei Dr. Carsten Radas in Sendenhorst. Der medizinische Leiter des Sprungteams der deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft diagnostizierte eine Fehlstellung, die nun mit Einlagen ausgeglichen werden soll. Lajci geht davon aus, dass Thiel in drei bis vier Wochen wieder zur Mannschaft stoßen wird.

Der Nordhorner Trainer erwartet eine Gastmannschaft, die im Eintracht-Stadion eher zurückhaltend agiert. „Wir müssen das Spiel machen, Emden stellt sich etwas hinten rein“, meint Lajci. Er hat natürlich auch Kickers-Torjäger Andreas Gerdes-Wurpts besonders auf dem Zettel. „80 Prozent der Bälle kommen auf ihn“, meint der Eintracht-Coach.

Die Niederlage in Biene setzte dem Fußball-Lehrer auch deshalb arg zu, weil sein Team den sehr zahlreich mitgereisten Zuschauern nach dem Platzverweis kein echtes Derby liefert konnte. „Das Leben geht weiter“, richtet Lajci den Blick aber nach vorne auf die morgige Aufgabe und fügt mit Blick auf die Zukunft hinzu: „Wir haben noch 29 Spiele, 15 davon zu Hause – und damit auch die Möglichkeit, den Zuschauern etwas zu zeigen“.

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„Es wäre mehr drin gewesen“

VON WOLFGANG GRAVE UND BODO TAROW
Fußball-Oberligist BV Cloppenburg hat am Freitagabend das Heimspiel gegen Tabellenführer SV Holthausen-Biene 0:2 verloren (siehe Bericht auf Seite 2Cool. BVC-Stürmer Jonas Wangler ist maßlos enttäuscht.

FRAGE: Sie gehörten zu den wenigen Spielern, die in Form waren. Wie ist das zu erklären?
WANGLER: Ich glaube, die gesamte Elf war nicht in Topform. Woran es lag, weiß ich auch nicht. Dennoch: Es wäre mehr drin gewesen. Das war ein ausgeglichenes Spiel.

FRAGE: Was hat gefehlt?
WANGLER: Wir hatten mehr Chancen als Biene. Aber es war entscheidend, wer das erste Tor macht. Das ist dem Gegner gelungen. Das Tor fiel wie aus dem Nichts. Wir sind maßlos enttäuscht.

FRAGE: Wie haben sie die Roten Karten gesehen?
WANGLER: Die möchte ich nicht näher kommentieren. Auf jeden Fall hat der Schiedsrichter einige aus unserer Sicht recht unglückliche Entscheidungen getroffen.

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 11.09.11
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Der „Wahnsinn“ geht weiter

Neuling Holthausen/Biene ist nach dem 2:0 in Cloppenburg alleiniger Spitzenreiter


Shakehands und nette Worte zwischen Bienes Werner Hofschröer (l.) und Christian Willen vor dem Spiel, in der Schlussphase wurde das Spiel zwischen Cloppenburg und Biene allerdings rassig – und die Trainerkommentare bissig. EL-Foto

Holthausen/Biene (EL) – Es ist kaum mehr rationell zu begreifen, was der SV Holthausen/Biene in der Oberliga veranstaltet. Waren die ersten Erfolge noch mit der Euphorie des Aufstieges zu erklären, löst spätestens der 2:0-Sieg des Neulings beim BV Cloppenburg schiere Verwunderung aus.

„Wir haben nicht gut gespielt“, haderte Jörg-Uwe Klütz in der PK mit seiner Mannschaft, nachdem der Trainer des BV Cloppenburg unmittelbar zuvor den Gästen anerkennend zum Sieg gratuliert hatte.

Allein am Gegner aber lässt sich der erneute Erfolg des Liganeulings aber bestimmt nicht festmachen. Biene war in Cloppenburg nicht deshalb erfolgreich, weil die Gastgeber nach ihrer Ansicht unter Form gespielt hätten.

Nein, die Lingener machten das, was sie derzeit von allen 18 Ligateams am besten umsetzen können: Sie betreiben Spaßfußball, spielen dabei schnell, dynamisch und als Mannschaft mit einer positiven Aufgeregtheit, die sich derzeit scheinbar nicht zügeln lässt.

Auch nicht von einer derartig abgeklärten und erfahrenen Mannschaft wie den BV Cloppenburg, der sich am Freitag am Ende gar als schlechter Verlierer präsentierte. Als die Gäste in der 75. Minute durch den 7 Minuten vorher eingewechselten Josef Arning in Führung gingen, rastete Paul Kosenkow aus. Seine Tätlichkeit gegen Torben Rattelsdorfer war danach ebenso folgerichtig wie die spätere Rote Karte für Rogier Krohne (89.).

Krohne hatte Arning vor dem Strafraum mit einer Notbremse gestoppt. Peinlich anschließend, wie unsachlich das Cloppenburger Trainergespann Jörg-Uwe Klütz und Mario Neumann über die Entscheidung des Schiedrichters Patrick Brandt herzogen. Das anschließende 0:2 durch Dennis Brode (90.) nahmen sie eher ganz nebenbei wahr…

Die Biener brauchen sich für diesen Sieg bei niemandem zu bedanken, weder bei der Gästelf, noch beim Schiedsrichtergespann. Den Erfolg vor knapp 1 500 Zuschauern hatten sie sich durch ihren Teamgeist allein verdient.

„Wir sind in der Liga angekommen“, stellte Alo Weusthof in der Pressekonferenz folgerichtig fest – mit der für den Coach typischen „Bodenhaftung“.

Quelle: EL Am Sonntag  




 
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Der Biener Joker sticht im Rekordtempo

Arning: 5 Tore in 50 Minuten – BVC-Trainer Klütz lobt Umschalten nach Balleroberung


Zurzeit klappt fast alles: Bienes Joker Josef Arning schoss in 50 Einsatzminuten in drei Spielen fünf Tore. Foto: Doris Leißing

Cloppenburg. Effektiver geht es kaum: 50 Minuten stand Josef Arning in drei der sechs Oberligaspiele dieser Saison für den Aufsteiger SV Holthausen/Biene auf dem Platz. Fünf Tore schoss der quirlige Angreifer in der kurzen Zeit. Das spiegelt ein wenig die Situation der Emsländer wider, die die Tabelle als letzte ungeschlagene Mannschaft mit drei Punkten Vorsprung anführen. Beim Team von Trainer Alo Weusthof gelingt zurzeit fast alles.

Ein wenig genießt Arning, der zu Saisonbeginn aus persönlichen Gründen ausgefallen ist, die Joker-Rolle, in der er im Rekordtempo sticht. „Ich bin mehrfach gefragt worden, was wäre, wenn ich 540 Minuten gespielt hätte“, grinst der 25-jährige Emsbürener schelmisch. Es zeichnet die Biener aus, dass sie von der Bank aus Impulse setzen können. „Aber ich möchte auch mal wieder von Anfang an spielen“, betont Arning. Dafür trainiert er hart. „Aber am wichtigsten ist die Mannschaft.“ Und er weiß, dass er nach jeder Einwechslung schnell ins Spiel findet dank Dribbelstärke, Schnelligkeit und Antrittskraft. Das bewies Arning am Freitag beim Hit in Cloppenburg, wo er das 1:0 schoss und das 2:0 vorbereitete.

Der Führungstreffer zeigt das Selbstbewusstsein der Biener nach einer langen Erfolgsserie: Arning nahm das Leder nach Hereingabe von Steffen Menke volley – und traf aus spitzem Winkel die kleine Lücke ins Tor. „Ich habe gar nicht daran gedacht, den Ball anzunehmen.“

Der Biener Sieg beim Favoriten BVC war verdient. Das sagte auch Cloppenburgs Coach Jörg-Uwe Klütz, der bei der Spionage beim Spiel Biene gegen Nordhorn Lehren aus dem starken Auftritt von Sascha Wald gezogen hatte. Wald war Freitag gut abgeschirmt. „Aber wir haben viele starke Spieler“, lacht Arning, der den Höhenflug nicht nur durch Aufstiegseuphorie erklärt. „Wir stehen zu Recht oben“, meint der Offensivspieler mit Blick auf starke Gegner wie Nordhorn, Osnabrück, Goslar oder Cloppenburg. Klütz hat bei keinem Kontrahenten ein besseres (schnelleres) Umschalten nach der Balleroberung gesehen.

Arning ahnt: „Wie stark wie wirklich sind, zeigt sich nach der ersten Niederlage.“ Die will er weit hinausschieben und die Anhänger weiter träumen lassen. „Wir bleiben auf dem Boden“, lacht er.

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Mit der Brechstange zum (Teil-)Erfolg

Fußball-Oberliga: Eintracht Nordhorn und Kickers Emden trennen sich 1:1 unentschieden

Von Martin Lüken - Nordhorn. Das Spiel hatte so recht keinen Sieger verdient und endete dann auch mit einem 1:1-Unentschieden: Die Oberliga-Fußballer von Eintracht Nordhorn kamen im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Kickers Emden nicht über einen Punkt hinaus. Die 425 Zuschauer am Nordhorner Heideweg sahen eine zerfahrene Partie, in der die Gastgeber nach einem 0:1-Pausenrückstand erst spät zum Ausgleich kamen – das allerdings hoch verdient. Maik Bollmann, der von Eintracht-Coach Shefqet Lajci in der Endphase aus der Innenverteidigung in den Sturm beordert worden war, traf per Kopf zum 1:1 (85.) – die Gastgeber kamen mit der Brechstange zum (Teil-)Erfolg.

Auf der einen Seite konnten sich die Nordhorner über den Ausgleich freuen, andererseits war Eintracht-Trainer Lajci überhaupt nicht zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. „Ich bin total enttäuscht. Das war Null. Alles was wir besprochen haben, haben wir falsch gemacht. Unsere Chancen waren Zufallsprodukte. Wir haben keinen Fußball gespielt“, sagte Lajci und kam angesichts des Punktgewinns auf der Zielgeraden zu dem Fazit: „Man muss zufrieden sein nach so einem Scheiß-Spiel.“

Immerhin war der Schachzug des Fußball-Lehrers aufgegangen, angesichts fehlender spielerischer Elemente mit dem langen Maik Bollmann zu einem Torerfolg zu kommen. Mit seinem ersten Treffer für den SV Eintracht in einem Ligaspiel glich der Innenverteidiger die Führung aus, die Aaron Thalmann in der 12. Minute für die Emder erzielt hatte: Der Mittelfeldspieler kam nach einer Passstafette aus etwa 18 Metern zum Schuss – und traf.

Die Nordhorner fanden überhaupt nicht in die Partie und liefen oft nur ihren Gegenspielern hinterher. Die Emder konnten daraus jedoch kein weiteres Kapital schlagen, weil sie nicht entscheidend nachsetzten. „Nach dem 1:0 haben wir das Spielen eingestellt“, kritisierte Kickers-Trainer Uwe Groothuis nach der Partie und wertete das 1:1 als gerechtes Ergebnis. Der Zeitpunkt des Gegentreffers wurmte ihn aber dennoch. „Es war klar, dass irgendwann das 1:1 fällt. Wenn es aber so spät fällt, ist es schon schade.“

Die Eintracht-Fußballer bekamen nach einer halben Stunde etwas mehr Zugriff auf die Partie, besser wurde das Spiel der Nordhorner aber nicht. Die größten Möglichkeiten zum Ausgleich vergaben die Gastgeber im zweiten Durchgang, als Dardan Lajci (68.) und Bollmann (72.) bei Kopfbällen die letzte Konsequenz fehlte.

Der Spielfluss in einer unruhigen Partie litt auch unter der kleinlichen Leitung von Schiedsrichter Murat Yilmaz (Hamburg). Er verteilte insgesamt elf gelbe Karten (Eintracht vier, Kickers sieben) und schickte zudem Thilko Boekhoff in der Schlussminute mit Gelb-Rot vom Platz. Zu diesem Zeitpunkt saßen Gäste-Trainer Groothuis und sein Assistent Jens Jaschob bereits auf der Tribüne. „Ich bin in 40 Jahren als Spieler und Trainer noch nie vom Platz geflogen“, sagte Groothuis und machte den Referee für die Hektik im Spiel verantwortlich.

Eintracht-Kapitän Herion Novaku sprach von einem hart erkämpften Remis. „Das Unentschieden ist in Ordnung“, sagte der Nordhorner Spielführer, erinnerte aber auch an die vergebenen Möglichkeiten. Novaku: „Wir hatten durch Maik Bollmann und Dardan Lajci gute Chancen mit dem Kopf.“

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Coach Klütz bemängelt Nervenschwäche

Fußball-Oberliga Viel Frust nach 0:2 gegen Holthausen-Biene – Lob für Gegner – Personal wird knapp

Nach dem Schlusspfiff waren sich alle einig, dass die Cloppenburger gegen einen direkten Mitkonkurrenten um einen der ersten fünf Platze verloren hatten. Aber Bienes Trainer Alo Weusthof hielt den Ball flach.

VON BODO TAROW
CLOPPENBURG - Es sollte ein Fußballfest werden, und es wurde auch eines. Allerdings nicht für den BV Cloppenburg, sondern für das derzeitige Überfliegerteam SV Holthausen-Biene. Mit 2:0 hatte sich der Aufsteiger am Freitagabend im Spitzenspiel der Fußball-Oberliga an der Friesoyther Straße durchgesetzt (die NWZ  berichtete). Damit sorgte der Lingener Vorort-Club beim Vizemeister für Frust.

Dabei waren die Rahmenbedingungen perfekt gewesen. Es war trocken, und wegen des großen Zuschauerandrangs – 1600 Fans sahen die Partie – war das Spiel zehn Minuten später angepfiffen worden. Die Zuschauer mussten schnell einsehen, dass der BVC an diesem Tag eine Topleistung hätte abliefern müssen, um gegen Holthausen-Biene gewinnen zu können. Doch das tat er nicht.

Von mehreren Totalausfällen wollte BVC-Trainer Jörg-Uwe Klütz nichts wissen. Aber er räumte ein, dass „einige Spieler deutlich unter ihren Möglichkeiten“ geblieben waren. Den 43-Jährigen wurmte es, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand eine Viertelstunde vor Schluss die Nerven verloren hatte. „Das darf nicht sein. Damit schwächen wir uns nur selbst.“

Paul Kosenkow, der drei Minuten vor Schluss nach einem Schubser gegen Torben Rattelsdorfer die Rote Karte gesehen hatte, muss wohl mit einer zweiwöchigen Sperre und mit weiteren Sanktionen rechnen. „Paul ist schon öfters aufgefallen. Das werden wir intern regeln“, sagte Klütz. Dafür nahm der Trainer Rogier Krohne, der 180 Sekunden später die Rote Karte gesehen hatte, in Schutz. „Er hat nicht einmal Foul gespielt. Die Rote Karte war ein Witz. Ich hoffe, dass der Schiedsrichterbeobachter das genauso gesehen hat und er nur eine Woche aufgebrummt bekommt.“

Die Folge der Roten Karten: Das Personal an der Friesoyther Straße wird vor dem Auswärtsspiel am Freitag bei Kickers Emden knapp. Bereits am Freitag hatten nur drei Feldspieler auf der BVC-Bank gesessen.

Unterdessen lobte Klütz den Gegner. „Die Biener sind momentan die beste Mannschaft der Liga und in dieser Form ein handfester Aufstiegskandidat. Die sind bis zum Schluss Tempo gegangen“, sagte er.

Bienes Trainer Alo Weusthof, der taktisch alles richtig gemacht und mit Josef Arning den perfekten Joker in der Hinterhand hatte, hielt den Ball allerdings flach. „Wir wollten zeigen, was wir drauf haben. Das ist uns gelungen. Es war ein spannendes Spiel zwischen zwei starken Mannschaften“, sagte Weusthof. „Die Torhüter hatten nicht viel zu tun. Da war irgendwann klar, dass der gewinnt, der das erste Tor macht. Und das ist uns, nachdem wir zweimal Glück hatten, gelungen. Jetzt haben wir ein gutes Polster, falls einmal schlechte Zeiten kommen sollten.“

Damit lag der frühere sportliche Leiter des BVC durchaus richtig. Die Cloppenburger hatten zwar mehr Chancen, spielten aber weitgehend ideenlos.

Außerdem war BVC-Innenverteidiger Kevin Nennhuber der Meinung, dass ihm in der 32. Minute ein Tor vom Unparteiischen geklaut worden sei. „Der Torwart springt hoch, fängt den Ball nicht und ich habe das Ding ins Tor geköpft. Ich bin einfach nur hochgestiegen, ohne den Torwart zu behindern.“

Aus Sicht des Ruhrpottjungen im BVC-Dress sei alles gegen sein Team gelaufen. „Wir hätten zumindest ein Unentschieden holen müssen. Auch ein knapper Sieg wäre möglich gewesen – und dann trifft Bienes Spieler mit einer Direktabnahme, die sonst in Mettmann landet.“

BV Cloppenburg - SV Holthausen-Biene 0:2 (0:0)BV Cloppenburg: John (4,0) - Baal (5,0), Willen (3,0), Nennhuber (4,5), Zimmermann (3,5) - Westerveld (5,0, 75. Eilers), Thomes (3,5, 82. Vaughan) - Kosenkow (4,5), Wangler (3,0) - Krohne (4,5), Assinouko (5,0, 76. Kaiser). Tore: 0:1 Josef Arning (75.), 0:2 Dennis Brode (90.).

Ecken: 4:3. Chancen: 6:4. Fazit: In einem intensiven und spannenden Spiel ohne viele klare Tormöglichkeiten feierte Holthausen-Biene dank der größeren Effektivität und Cleverness sowie der nötigen Portion Glück einen verdienten Erfolg. Der Aufsteiger agierte beim Vizemeister ohne jeden Respekt und suchte bei Ballbesitz stets schnörkellos den Weg nach vorne. Die Cloppenburger, die erst nach 20 Minuten ins Spiel fanden, und bei denen gleich mehrere Spieler neben der Spur lagen, fanden zu keinem Zeitpunkt die Mittel, um die Emsländer entscheidend unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Dafür war die Fehlpassquote zu hoch. Außerdem war der BVC in den Eins-gegen-eins-Situationen meist zweiter Sieger. Außerdem hatte der BVC Pech: Nicht jeder Schiedsrichter hätte in der 32. Minute dem Kopfballtreffer Kevin Nennhubers die Anerkennung verweigert. Letztlich machte Bienes Joker Josef Arning das typische Null-zu-null-Spiel mit dem 1:0 kaputt.

Spieler des Spiels: Steffen Menke – tobte sich als verkappte Spitze zwischen Mittellinie und Angriff genüsslich aus. Läuferisch und technisch stark, stark in der Ballbehauptung, fast an jedem Biener Angriff beteiligt. Zudem Flankengeber vor dem 1:0. Passend zum aus BVC-Sicht enttäuschenden Ergebnis sahen Paul Kosenkow und Rogier Krohne in den Schlussminuten jeweils die Rote Karte.

Gelbe Karten: Wangler (36.), Nennhuber (77.), Krohne (83.) - Hofschröer (47.).

Rote Karten: Kosenkow (87., nach Schubser gegen Rattelsdorfer), Krohne (89., nach Notbremse).

Schiedsrichter: Patrick Brandt (Rastede) – über weite Strecken solide. Leistete sich allerdings einige krasse Fehlentscheidungen wie die Gelbe Karte gegen Wangler. Die Rote Karte gegen Krohne war ein schlechter Witz.

Zuschauer: 1498.

Nächstes Spiel: Freitag, 19.30 Uhr, bei Kickers Emden.

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Einwechslungen tragen Früchte

Fußball Oldenburg gewinnt 1:0 in Langenhagen – Ipsilos erzielt Siegtreffer

VfB-Trainer Ehle brachte mit neuen Spielern frischen Wind in die schwache Oberligapartie. Der Erfolg war verdient.

VON WOLFGANG WITTIG
LANGENHAGEN - „Hauptsache gewonnen“, das war das Fazit von VfB-Trainer Timo Ehle nach dem mühsamen 1:0-Sieg im Sonnabendspiel des VfB Oldenburg beim SC Langenhagen. Die zahlreichen VfB-Fans unter den rund 350 Zuschauern im Walter-Bettges-Stadion hatten über 90 Minuten eine zähflüssige Oberliga-Partie miterleben müssen. Wobei die Oldenburger Fußballer letztendlich das glücklichere Ende hatten.

Timo Ehle hatte die Anfangsformation seiner Mannschaft erneut umstellen müssen, da Robert Littmann und Jan Löhmannsröben ihre Rot-Sperren absitzen. So kam Sebastian Gruhle zu seinem ersten Einsatz in der Startelf und machte seine Sache gut. Für Sebastian Ferrulli und Mehmet-Ali Fidan sollten Alexander Tschalumjan und Patrick Degen für frischen Wind im Angriff sorgen.

Optisch sah das Spiel des VfB in den ersten 45 Minuten auch recht ordentlich aus, doch in Strafraumnähe zeigte sich die derzeitige Schwäche der Oldenburger: Es wurde viel zu wenig der Abschluss gesucht. Dabei machte es der SC Langenhagen dem VfB leicht. Die Hannoveraner Vorstädter überließen in der ersten Halbzeit dem Gast komplett die Initiative und verließen sich selbst nur auf schnelle Konter, die allerdings ebenso im Nichts verpufften wie die Angriffe der Gäste. Einziger Lichtblick war ein strammer Schuss von Patrick Degen, der in der 21. Minute knapp das Tor verfehlte.

Nach dem Wechsel kam der SC Langenhagen besser ins Spiel und setzte die Oldenburger unter Druck. Mit einem Schrägschuss hätte Torben Deppe den SCL in der 46. Minute in Führung bringen können. Sein Schuss verfehlte knapp das Tor. In der 60. Minute weckte ein Pfostenschuss von Matthias Braczkowski den VfB endlich auf, und die Spieler besannen sich auf ihre Qualitäten. Mit schnellen Angriffen wurde nun versucht, das Mittelfeld zu überwinden, um in Strafraumnähe zu kommen.

Mit der Einwechslung von Karim Jahjah und Sebastian Ferrulli für Sascha Stern und Alexander Tschalumjan kam weiterer Schwung in das Spiel des VfB. Den richtigen Riecher bewies Timo Ehle in der 82. Minute mit der Einwechslung von Dionysios Ipsilos für Patrick Degen. Gleich mit der ersten Ballberührung erzielte der Debütant in der 84. Minute nach einem Freistoß das 1:0 und sorgte damit für grenzenlosen Jubel auf dem Spielfeld und den Rängen. „Uns fehlt vorne noch die Durchschlagskraft“, befand der VfB-Trainer jedoch nach dem Spiel, „sechs Treffer in sechs Spielen, das ist einfach zu wenig.“

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Ehles Joker stechen richtig

Von Fabian Speckmann
Langenhagen. Das nennt man wohl ein „glückliches Händchen“. Kaum hatte Timo Ehle seinen finalen Wechsel vollzogen und Dionisos Ipsilos für Patrick Degen gebracht, da lag der Ball im Tor des SC Langenhagen. Mit seiner ersten Ballberührung hatte der 24-jährige für den VfB Oldenburg getroffen, zum Sieg.

Es war ein unbedingt verdienter, allerdings auch schwer erkämpfter Erfolg. Nach zwei Niederlagen hatte Timo Ehle seine Mannschaft auf verschiedenen Positionen verändert. Auf die gesperrten Jan Löhmannsröben und Robert Littmann hatte er ohnehin verzichten müssen. Außerdem wechselte der Trainer seinen Angriff aus. An Stelle von Sebastian Ferrulli und Mehmet-Ali Fidan standen Patrick Degen und Alexander Tschalumjan in der ersten Elf. Auf der rechte Seite verteidigte erstmals Sebastian Gruhle, Peer-Bent Wegener rückte in die Mitte neben Tim Petersen. Im defensiven Mittelfeld sollte Fabian Burdenski abräumen, Mehmet Ari dagegen rückte vom linken Flügel auf die Spielmacher-Position. Auf der linken Seite sollte Abdullah Bastas Akzente im Spiel nach vorn setzen.

Trotz der Umstellungen war der VfB die präsentere Mannschaft. Lautstark angetrieben von den zahlreichen Oldenburger Fans machten die Gäste das Spiel, ohne sich jedoch zwingende Chancen zu erspielen. Langenhagen stand sehr tief, wollten die Oldenburger offensichtlich kommen lassen, um dann gefährlich zu kontern. Eine Taktik, die nur defensiv aufging, denn den eigenen Strafraum erklärten die Gastgeber gleich mal zur Sperrzone und dem VfB mangelte es an Esprit, um eine Lücke zu finden.

Ansatzweise gefährlich wurde es allein durch Einzelaktionen, etwa von Ari, dessen Schuss nach einer Viertelstunde allerdings abgeblockt wurde. In der 21. Minute hatte der VfB dann tatsächlich die Chance zur Führung. Bastas hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und den Ball klug in die Mitte gespielt. Doch Degen trat über das Spielgerät und Jascha Stern verfehlte das Tor knapp.

Weil die Gastgeber sich in den ersten 45 Minuten weigerten, auch nur einen Anschein von Offensivspiel zu entwickeln und der VfB spätestens an der Strafraumgrenze durch die eigene Ratlosigkeit Grenzen aufgezeigt bekam, ging es torlos in die Kabinen.

Den Spielstand hätte Torben Deppe unmittelbar nach dem Wiederanpfiff verändern können, doch freistehend zielte er aus kurzer Distanz neben das Tor. Glück für den VfB, der gleichwohl noch einen weiteren Wachrüttler benötigte, um die notwendige Aggressivität zu entfachen, die es braucht, um zu gewinnen. Selbigen gab es durch Braczkowski, der die Kugel nach einer Stunde an den Pfosten setzte.

Im direkten Gegenzug sorgte der VfB für Gefahr. Burdenski hatte sich durchgesetzt, dann klug zu Tschalumjan gepasst, dessen Schuss Torhüter Alexander Dlugaiczyk allerdings zur Ecke lenken konnte. Timo Ehle reagierte mit Wechseln im Zehn-Minuten-Takt. Den Anfang machte er mit Karim Jahjah, der an Stelle von Stern fortan die rechte Aussenbahn entlang wirbeln sollte. Der junge Offensivspieler, der sich mit guten Leistungen in der U23 empfohlen hatte, spielte unbekümmert auf und brachte frischen Schwung ins Oldenburger Tun, das fortan deutlich mehr Struktur hatte.

Nach 70 Minuten brachte Ehle mit Sebastian Ferrulli für Alexander Tschalumjan einen neuen Stürmer und auch der rechtfertigte das Vertrauen des Trainers mit einem deutlich formverbesserten Auftritt. Der VfB machte Druck, schnürte die Gastgeber ein, allein es fehlte das Tor. Zehn Minuten vor Schluss sollte der Trainer schließlich seinen letzten Joker ziehen. Dio Ipsilos kam für Degen. Der  24-jährige hatte nach einer monatelangen Verletzung über die U23 Spielpraxis gesammelt und war eigentlich schon für die Anfangself vorgesehen, doch im Training hatte sich der Angreifer eine Zerrung zugezogen die allenfalls einen Kurzeinsatz rechtfertigte.

Das alles war vergessen, denn Ipsilos feierte einen Einstand, wie er besser nicht hätte sein können. Ferrulli hatte einen Freistoss ins Zentrum gelupft und dort stand der Deutsch-Grieche, dankbar, den Ball ins Tor stupsen zu können (82.). Den Erfolg brachten die Oldenburger schließlich über die Zeit. Zwar hätten sie bei drei guten Konterchancen noch auf 0:2 erhöhen können, doch auch Langenhagen hatte noch eine Möglichkeit. Torben Deppe allerdings scheiterte an Christian Meyer.

VfB Oldenburg: Meyer – Gruhle, Petersen, Wegener, Dreher – Stern (60. Jahjah), Burdenski, Ari, Bastas – Degen (80. Ipsilos), Tschalumjan (70. Ferrulli)

Timo Ehle: Es war ein hartes Stück Arbeit, auch, weil wir uns das Leben selbst schwer gemacht haben. Vor allem in der ersten Halbzeit fehlte mir der Zug zum Tor. Allerdings sollte man auch mal sehen, dass wir jetzt das vierte Auswärtsspiel gewonnen. Das ist keine schlechte Bilanz. Die Jungs haben sich den Sieg heute verdient.

Sebastian Ferrulli: Natürlich hatte ich einen dicken Hals, weil ich draußen war. Aber das muss man akzeptieren. Der Trainer entscheidet das und meine Leistung war zuletzt nicht so gut, gerade, wenn man den Anspruch hat, Führungsspieler zu sein. Heute haben wir das Glück gezwungen und ich denke, auch verdient gewonnen.

Dio Ipsilos: Es ist einfach ein geiles Gefühl, nach so langer Zeit mal wieder in der Oberliga auf dem Platz zu stehen und, dass ich dann auch gleich noch treffe, ist natürlich super. Ich freue mich einfach, beim VfB spielen zu können. Mir kam es beim Wechsel nicht aufs Geld an, sonst hätte ich woanders hingehen müssen. Ich wollte unbedingt für einen Traditionsverein spielen-

Karim Jahjah: Ich freue mich riesig, dass der Trainer mir das Vertrauen gegeben hat. Ich habe versucht, mich über gute Leistungen in der U23 anzubieten und denke, das hat der Trainer gesehen. Heute war aber nur wichtig, dass wir gewonnen haben.

Quelle: Hunte Report  




 
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Drittes 1:1 im dritten Auswärtsspiel

Oberliga: Kickers spielt Unentschieden in Nordhorn – Ausgleich fünf Minuten vor Ende

stg Emden. Auch im dritten Spiel in einem fremden Stadion reichte es für Fußball-Oberligist BSV Kickers Emden nur zu einem Unentschieden. Wie bereits bei den Auswärtsspielen in Langenhagen und Osterholz-Scharmbeck kam Kickers bei Eintracht Nordhorn vor rund 450 Zuschauern nicht über ein 1:1 hinaus und steckt damit im Mittelfeld der Tabelle fest. Tabellenführer bleibt Aufsteiger Holthausen-Biene, der das Spitzenspiel beim BV Cloppenburg 2:0 gewann. Ohne Punkte blieb ein weiterer Meisterschaftsfavorit, wenn auch auf kuriose Weise. Das Spiel des BSV Rehden bei RSV Göttingen 05 musste in der 63. Minute beim Stand von 0:0 wegen eines Unwetters abgebrochen werden. Das gleiche Schicksal ereilte auch den Goslarer SC, der bereits 3:1 gegen TuS Heeslingen geführt hatte.

Kickers erwischte in Nordhorn einen guten Start und ging bereits nach 13 Minuten in Führung. Thilko Boekhoff bediente den aufgerückten Malte Müller, der für den immer noch angeschlagenen Bernd Grotlüschen in die Mannschaft gerutscht war. Müller passte zurück auf Aaron Thalmann, dessen flacher Schuss aus 20 Metern unhaltbar war. Danach ließ Kickers sich etwas zu sehr fallen, Nordhorn riss nach und nach das Spiel an sich. „Wir wussten, dass Nordhorn sehr stark im Angriff ist und wir einen zweiten Treffer nachlegen mussten“, sagte Trainer Uwe Groothuis, der mit Thalmann, Boekhoff und zusätzlich Navid Ali Torabian ein dichtes Mittelfeld aufgeboten hatte.

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die Gastgeber die Partie, Kickers versuchte über Konter gefährlich zu sein. „Das ist uns nicht so richtig gelungen“, ärgerte sich Groothuis. „Wir haben die Konter schlecht gesetzt, einige Leute haben sich heute nicht von ihrer besten Seite gezeigt.“ Groothuis reagierte, brachte Didier Webessie für den etwas müde wirkenden Kapitän Andreas Gerdes-Wurpts, um für mehr Entlastung im Angriff zu sorgen.

Fast hätte es auch gereicht, doch in der 85. Minute versuchte Stephen Attoh zu klären, indem er den Ball wegschlug. Schiedsrichter Murat Yilmaz hatte aber ein Foul gesehen und entschied auf Freistoß für Nordhorn. Den Schuss wehrte BSV-Torwart Sebastian Patzler zur Seite ab. Nordhorn eroberte sich den Ball zurück, die Flanke erreichte den aufgerückten Verteidiger Maik Bollmann am hinteren Pfosten, der ohne Mühe einköpfte.

Insgesamt sei der Ausgleich durchaus verdient gewesen, erkannte Groothuis. Aber das Zustandekommen ärgerte ihn trotzdem. „Das war nie und nimmer ein Freistoß“, fand er ungewohnt deutliche Worte. Überhaupt habe der Schiedsrichter in einer zwar kampfbetonten, aber fairen Partie durch viele unnötige Pfiffe Hektik hinein gebracht.

Höhepunkt war die gelb/rote Karte für Boekhoff kurz vor Schluss wegen wiederholten Foulspiels. Trotz des verdienten Ausgleichs waren es für Groothuis zwei verlorene Punkte. „Wir haben nicht das umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte er. „Wir hatten zu wenig Ballbesitz.“

Tore: 0:1 Thalmann (13.); 1:1 Bollmann (85.).

Kickers Emden: Patzler - Torabian (76. Attoh), Meyer, Janßen, Menzel, Thalmann, Boekhoff, Coronado (46. Bennert), Kulbatzki, Müller, Gerdes-Wurpts (60. Webessie).

Gelb/Rote Karte: Thilko Boekhoff (88., wiederholtes Foulspiel).

Quelle: Ostfriesische Nachrichten  




 
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Kickers-Coach erlebte 1:1 auf der Tribüne

VON GÜNTHER CZEMPIEL
Uwe Groothuis wurde vom Spielleiter kurz vor dem Nordhorner Ausgleich von der Bank verwiesen. Aaron Thalmann brachte die Ostfriesen früh in Führung. Erst kurz vor Schluss trafen die Gastgeber.

Nordhorn - Auch vom dritten Auswärtsspiel der Saison kehrten die Oberliga-Fußballer von Kickers Emden am Sonntag mit einem 1:1 im Gepäck heim. Nach den Unentschieden beim VSK Osterholz und beim SC Langenhagen entführten die Ostfriesen bei Eintracht Nordhorn ebenfalls einen Punkt.

Lange Zeit durfte Kickers sogar auf einen Dreier hoffen. Nach einer Kombination über mehrere Stationen am und im Eintracht-Strafraum erzielte Aaron Thalmann mit einem Flachschuss aus18 Metern bereits nach zwölf Minuten das 1:0 für die Gäste. Diesen Vorsprung verteidigten die Emder bis zur 85. Minute: Dann köpfte der Nordhorner Maik Bollmann zum 1:1 ein, nachdem Kickers-Keeper Sebastian Patzler einen Novaku-Freistoß zur Seite abgewehrt und die Heimelf den Ball wieder in den Emder Strafraum gebracht hatte. "Nach dem 1:0 haben wir das Spielen eingestellt", grantelte Kickers-Trainer Uwe Groothuis hinterher. "Wir haben zu viele Freistöße fabriziert und unsere eigenen Konter nicht durchgezogen. Dass dann irgendwann der Ausgleich fällt, ist klar."

Kurz vor dem 1:1 war Groothuis vom überaus kleinlichen Hamburger Schiedsrichter Murat Yilmaz auf die Tribüne verbannt worden. "Das ist mir in 40 Jahren noch nie passiert", wunderte sich der Kickers- Coach. "Ich habe verhalten protestiert und niemanden beleidigt." Das passierte wenige Minuten später auch dem Emder Co-Trainer Jens Jaschob. Yilmaz verteilte insgesamt ein Dutzend Gelbe Karten - acht alleine für die Gäste - und zeigte Thilko Boekhoff kurz vor Schluss die Ampelkarte (88.).

Quelle: Ostfriesen-Zeitung.  




 
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Der „Wahnsinn“ geht weiter

Neuling Holthausen/Biene ist nach dem 2:0 in Cloppenburg alleiniger Spitzenreiter


Shakehands und nette Worte zwischen Bienes Werner Hofschröer (l.) und Christian Willen vor dem Spiel, in der Schlussphase wurde das Spiel zwischen Cloppenburg und Biene allerdings rassig – und die Trainerkommentare bissig. EL-Foto

Holthausen/Biene (EL) – Es ist kaum mehr rationell zu begreifen, was der SV Holthausen/Biene in der Oberliga veranstaltet. Waren die ersten Erfolge noch mit der Euphorie des Aufstieges zu erklären, löst spätestens der 2:0-Sieg des Neulings beim BV Cloppenburg schiere Verwunderung aus.

„Wir haben nicht gut gespielt“, haderte Jörg-Uwe Klütz in der PK mit seiner Mannschaft, nachdem der Trainer des BV Cloppenburg unmittelbar zuvor den Gästen anerkennend zum Sieg gratuliert hatte.

Allein am Gegner aber lässt sich der erneute Erfolg des Liganeulings aber bestimmt nicht festmachen. Biene war in Cloppenburg nicht deshalb erfolgreich, weil die Gastgeber nach ihrer Ansicht unter Form gespielt hätten.

Nein, die Lingener machten das, was sie derzeit von allen 18 Ligateams am besten umsetzen können: Sie betreiben Spaßfußball, spielen dabei schnell, dynamisch und als Mannschaft mit einer positiven Aufgeregtheit, die sich derzeit scheinbar nicht zügeln lässt.

Auch nicht von einer derartig abgeklärten und erfahrenen Mannschaft wie den BV Cloppenburg, der sich am Freitag am Ende gar als schlechter Verlierer präsentierte. Als die Gäste in der 75. Minute durch den 7 Minuten vorher eingewechselten Josef Arning in Führung gingen, rastete Paul Kosenkow aus. Seine Tätlichkeit gegen Torben Rattelsdorfer war danach ebenso folgerichtig wie die spätere Rote Karte für Rogier Krohne (89.).

Krohne hatte Arning vor dem Strafraum mit einer Notbremse gestoppt. Peinlich anschließend, wie unsachlich das Cloppenburger Trainergespann Jörg-Uwe Klütz und Mario Neumann über die Entscheidung des Schiedrichters Patrick Brandt herzogen. Das anschließende 0:2 durch Dennis Brode (90.) nahmen sie eher ganz nebenbei wahr…

Die Biener brauchen sich für diesen Sieg bei niemandem zu bedanken, weder bei der Gästelf, noch beim Schiedsrichtergespann. Den Erfolg vor knapp 1 500 Zuschauern hatten sie sich durch ihren Teamgeist allein verdient.

„Wir sind in der Liga angekommen“, stellte Alo Weusthof in der Pressekonferenz folgerichtig fest – mit der für den Coach typischen „Bodenhaftung“.

Quelle: EL Am Mittwoch  




 
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Spiel des BSV Rehden in Göttingen auf der Kippe

„Müssen bei Kontern höllisch aufpassen“

Entscheidung nach Platzbesichtigung

Kreis-Diepholz - REHDEN · Erst nach der heutigen Platzbesichtigung fällt die Entscheidung, ob die Nachholpartie in der Fußball-Oberliga zwischen dem RSV Göttingen 05 und dem Tabellensechsten BSV Rehden am Sonntag (Anstoß 14 Uhr) über die Bühne gehen kann.

Nach den Wetterprognosen für das Wochenende ist eher mit einer Absage zu rechnen, zumal die Göttinger am dritten Advent beim 2:1-Erfolg über Eintracht Braunschweig II den Rasen ziemlich umgepflügt hatten.

Jürgen Stoffregen, Trainer beim BSV Rehden, kann das alles nicht beeinflussen und sagt: „Wir bereiten uns auf das Spiel vor.“ Er lässt auch heute noch einmal trainieren. Auf alle Fälle herrschten in dieser Woche in Rehden optimale Trainingsbedingungen. „Da waren noch keine Pfützen auf den Plätzen“, unterstreicht der 54-jährige Fußball-Lehrer.

Sollte gespielt werden können, dann würden bei den Gästen Thorsten Tönnies (Rot-Sperre), Jens Buddecke (grippaler Infekt), Maxim Dyck (muskuläre Probleme), Sergej Dikhtiar (Heimaturlaub in der Ukraine) und René Damerow (Muskelfaserriss) fehlen. Den Part von Thorsten Tönnies in der Viererkette hinten links könnte Alexander Burgardt übernehmen. Eine weitere Alternative wäre auch Sören Sandmann.

Vor dem Aufsteiger hat Jürgen Stoffregen Respekt: „Wir müssen bei Kontern höllisch aufpassen.“ Das gilt besonders für Topstürmer Özkan Beyazit. Der 30-Jährige ist für die Göttinger eine Art „Lebensversicherung“ – immerhin erzielte er schon 15 Tore. · mbo

Quelle: Kreiszeitung  




 
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